Eier mit (selbstgemachten) Pflanzenfarben färben

workshop 011

Zubereitung:

•Lasse alle Eier, die du färben möchtest hart kochen; d.h. du pikst sie mit einem Eierpick vorsichtig an, legst sie (zum Bsp. mit einem Esslöffel) vorsichtig ins kalte Wasser (die Eier sollten davon bedeckt sein!) und lässt sie mindestens 8-10 Minuten lang sprudelnd köcheln.
•Dann nimmst du die Eier vorsichtig wieder mit einem großen Löffel aus dem Topf oder gießt das Wasser über ein Sieb ab. Eier etwas abkühlen lassen!
•Nun vermischst du etwas Essig mit Wasser und wischst die Eier noch einmal vorsichtig damit ab: Das entfernt Stempelaufdrucke und Fett!
•Mit Rote Bete kannst du z.B. Rot färben, mit Holundersaft und Heidelbeeren
blau-lila und mit Curcuma gelb.

ACHTUNG: Wie wir beim Kochworkshop festgestellt haben (und u.a. auch noch woanders) färbt ROTE BETE Eier nicht zwangsläufig rot! Mit ROTE BETE SAFT wurden sie beim Workshop bräunlich, mit FRISCHER ROTER BETE (MIT SCHALE) wurden gar keine Erfolge erzielt!
Wer auf diesem Gebiet andere Erfahrungen gemacht hat, möge sich bei mir melden.

Denn überall im Internet und in Büchern habe ich bisher immer wieder gefunden, das ROTE BETE Eier rot färbt!

•Zum Färben immer alte Töpfe verwenden- manche Farben wie z.B. Holunder und Curcuma gehen schlecht wieder raus und färben auch die Töpfe mit!

•Färben mit Curcuma(gelb): Gib etwa 1 Liter Wasser in einen alten Topf und dazu 3-4 TL Curcuma-Pulver. Das lässt du kurz zusammen aufkochen und wieder abkühlen.
Lege die Eier in die abgekühlte Mischung hinein und drehe sie immer mal wieder um. Je länger sie darin liegen bleiben, desto intensiver wird die Farbe!

workshop 006

•Färben mit Holundersaft(lila-blau):Saft kurz in altem Topf aufkochen und abkühlen lassen, dann die Eier hinein geben. Ebenfalls hin und wieder drehen.

workshop 005

• Färben mit Rote-Bete-Saft(rötlich-braun): Gib die Eier in ca. 1/2 – 3/4 Liter Rote-Bete-Saft und koche sie darin einmal auf.Eier dann ca. noch zehn Minuten im Saft liegen lassen und ebenfalls hin und wieder drehen.

workshop 007

•Wenn dir die Eierfarbe gefällt, nimmst du die Eier vorsichtig heraus und lässt sie auf einem alten Küchentuch trocknen.

•Wenn du sie danach mit ein paar Tropfen Öl oder einer Speckschwarte abreibst, wird die Farbe leuchtender und die Eier bekommen einen schönen Glanz!

• Für helle Muster auf gefärbten Eiern:

Tauch ein Wattestäbchen in etwas puren Essig oder Zitronensaft und trage
Punkte oder Striche auf dem getrockneten, gefärbten Ei auf. Immer erst einen Punkt oder Strich und dann wartest du etwas, bis die Säure wirkt.
Tupfe sie etwa ab, wenn dir der Farbton gefällt und mache an anderer Stelle weiter.
Je länger die Säure auf einer Stelle einwirkt,
desto heller wird es dort!

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Was du über Hefeteig wissen solltest…

Frische Hefe besteht aus vielen winzig kleinen Zellen, die einen Teig luftig und locker machen können, wenn du ein paar Dinge beachtest:

Hefe mag es nicht zu kalt oder zu warm, deshalb sollte die Milch immer leicht erwärmt werden! (z.B. in einem Topf auf dem Ofen oder in der Mikrowelle) Ist die Milch zu heiß oder kommt direkt aus dem Kühlschrank, beginnt die Hefe ihre Arbeit erst gar nicht und der Teig geht später nicht richtig auf!

•Ein Hefeteig mag keine Zugluft, lass Fenster und Türen des Raumes in dem du arbeitest, also zum Teig machen besser geschlossen!

•Die Hefezellen sind ziemlich empfindlich, z.B. auch gegen Fett und Salz.
Rühre daher am Besten immer einen Vorteig an:
Dazu bröckelst du frische Hefe in ein wenig lauwarme Milch, gibst 1 TL Zucker hinzu
(den brauchen sie zur Gärung und zum Aufgehen!) und lässt sie in diesem Vorteig
mindestens 10 Minuten an einem warmen Ort gehen.

Erst wenn die Hefezellen etwas größer und robuster geworden sind, verknetet man sie mit den übrigen Zutaten wie z.B. Mehl, Zucker, Margarine/Butter oder Eiern.
Rühren bringt dich bei einem Hefeteig nicht weit, er muss kräftig geknetet werden, damit viel Luft hinein gelangt und er später aufgeht und somit schön locker wird!
Bei weichen Hefeteigen kannst du die Knethaken des Rührgerätes zu Hilfe nehmen,
bei festeren Teigen knetest du am Besten mit den Händen. Erst, wenn der Hefeteig
nicht mehr am Schüsselrand klebt, ist er fertig!

•Jetzt muss der Teig aber noch „gehen“:
Die Hefezellen teilen sich und verwandeln Zucker in Alkohol und Kohlendioxid.
Dabei entwickeln sich viele kleine Gasbläschen und der Teig geht auf, er wird größer.

•Wenn der Teig genügend „gegangen“ ist, knetet man ihn noch einmal kräftig mit den Händen durch und formt dann daraus, was man haben möchte oder rollt ihn auf einem Blech oder in einer Springform aus.

•Trockenhefe kann man als Pulver in Tüten kaufen, sie ist bis zu 2 Jahren haltbar und man braucht sie nur mit dem Mehl zu vermischen und muss keinen Vorteig mit Milch anrühren.

•Frische Hefe kann man in Würfeln zu 42 g gepresst kaufen, sie bleibt nur einige Tage frisch. Wird sie brüchig, trocken, rissig oder bräunlich, dann solltest du sie nicht mehr verwenden.

Osternester (aus Hefeteig)

workshop 019
(Rezeptquelle: http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/)

Zutaten für 4 Nester:

40 g Butter
125 ml Milch
250 g Weizenmehl, Type 405
1 Päckchen Trockenhefe
1 Messerspitze Salz
35 g Puderzucker
1 Eigelb – zum Bestreichen

4 gekochte und gefärbte Eier

Zubereitung:

•Wiege alle Zutaten ab.
•Lasse die Butter in einem kleinen Topf auf dem Herd schmelzen und gieße dann die kalte Milch dazu. Nimm den Topf sofort vom Herd- Im Idealfall hat das Gemisch jetzt genau die richtige Hefe-Temperatur: Nicht zu heiss und nicht zu kühl.
•Gib Mehl, Zucker, Salz und Trockenhefe in eine mittelgroße Schüssel.
•Füge das Butter-Milch-Gemisch hinzu und verknete alles zu einem glatten Teig.
Bestäube ihn leicht mit Mehl und decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab. Lass` den Teig nun an einem warmen Ort (z.B. im Backofen bei Ober/Unterhitze bis 50°C) ca. 20- – 30 Minuten lang aufgehen.
•Knete den aufgegangenen Teig erneut kurz durch und teile ihn in 8 Stücke.
•Forme aus jedem Stück fingerdicke Rollen von etwa 15 cm Länge und drehe aus je 2 Rollen einen Kranz zusammen (2 Stränge an einem Ende fassen und umeinander drehen).
•Setze die Kränze auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und bestreiche sie mit dem verquirlten Eigelb. Vorsicht: Die Kränze gehen stark auf im Ofen – also lass etwas Platz, damit sie nicht zusammen backen!

workshop 008
• Nun schiebst du das Blech in den auf 200 °C vorgeheizten Ofen und lässt die Nester auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten lang backen.
Prüfe mit einem Holzstäbchen, ob sie durchgebacken sind: Wenn nach dem Herausziehen kein Teig mehr daran klebt, ist das der Fall!

Nun lässt du die Nester ein wenig auskühlen

workshop 012
und legst dann die Eier (s.oben!) hinein. Und fertig sind wunderschöne Oster-Geschenke! 🙂

Der Kochworkshop am 16. April 2011

Hallo Ihr Lieben,

entschuldigt bitte, dass ich diesmal so spät `dran bin mit den Rezepten und Fotos!
Ostern kam schneller als erwartet und die Zeit verging viel zu schnell…

Ich hoffe, die Teilnehmer des Workshops am 16. April hatten genauso viel Spaß wie ich! 🙂 Es war einfach ein rundrum gutes Arbeiten mit Euch, wir waren pünktlich fertig und aufgeräumt war auch ganz fix!

Danke an Alle, die am 16. April mit gemacht haben! 🙂

Für alle die diesmal nicht dabei sein konnten, gibt es im Folgenden diese Rezepte:

– Osternester (aus Hefeteig)
– Selbstgefärbte Ostereier (mit den Pflanzenfarben: Curcuma, Rote Bete,
Holunder)

– Möhren-Muffins und
– Knusprige Käsewaffeln mit Kräuterquark

Zu Trinken gab es diesmal Apfelsaft und Wasser;)

Viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte!